Verklebte Spaghetti aufwärmen – so geht es ohne Klumpen

Der Abend vorher lief gut. Zu viel Pasta gekocht, in den Kühlschrank gestellt – und jetzt liegt da eine Box mit einem festen Spaghetti-Block drin. Aufwärmen klingt simpel, aber wer das schon mal in der Mikrowelle versucht hat, kennt das Ergebnis: außen trocken, innen noch kalt, und der Klumpen ist immer noch ein Klumpen.

Es gibt bessere Wege.

Die Pfanne ist die beste Wahl

Für verklebte Spaghetti, die wieder locker und warm werden sollen, ist eine beschichtete Pfanne mit etwas Flüssigkeit die zuverlässigste Methode. Wer die Spaghetti bereits mit Soße aufbewahrt hat, gibt einfach alles zusammen in die Pfanne und wärmt bei mittlerer Hitze auf – nach kurzer Zeit lösen sich die Nudeln durch die Wärme und die Feuchtigkeit der Soße von selbst.

Ohne Soße: zwei bis drei Esslöffel Wasser in die Pfanne, dann die Spaghetti dazu. Deckel drauf, mittlere Hitze, eine Minute warten. Die entstehende Wärme und der Dampf erweichen die Stärke, die die Nudeln zusammenhält. Mit einem Löffel oder einer Zange dann vorsichtig auseinanderschieben – kein Zerreißen nötig.

Wer mag, kann statt Wasser auch etwas Brühe nehmen. Das gibt zusätzlichen Geschmack und macht aus einem reinen Aufwärmvorgang fast schon ein kleines Gericht.

Was in der Mikrowelle funktioniert – und was nicht

Die Mikrowelle ist nicht ideal, aber nicht komplett unbrauchbar. Das Problem: Sie erhitzt ungleichmäßig, und ohne Feuchtigkeit werden die Nudeln außen gummiartig während sie innen noch kalt sind.

Wer trotzdem die Mikrowelle nutzen will, sollte einen Esslöffel Wasser über die Spaghetti geben, die Box mit einem Deckel oder Teller abdecken und in kurzen Intervallen von 30 bis 60 Sekunden aufwärmen – zwischendurch umrühren. Das verbessert das Ergebnis merklich, auch wenn die Pfanne immer noch überlegen ist.

Warum die Nudeln beim Aufwärmen wieder kleben

Manchmal passiert es, dass Spaghetti, die beim Einlagern locker waren, beim Aufwärmen wieder zusammenkleben. Das liegt daran, dass die Restwärme die Stärke erneut aktiviert – und wenn dann keine Soße oder kein Fett dabei ist, verbinden sich die Nudeln sofort wieder beim Abkühlen.

Die Lösung: direkt nach dem Aufwärmen servieren oder sofort mit Soße, Butter oder einem Schluck Nudelwasser vermengen. Den aufgewärmten Spaghetti dieselbe Behandlung geben wie frisch gekochten – dann bleibt das Problem aus.

Aufgewärmte Spaghetti ohne Soße aufpeppen

Wer die Nudeln pur aufgewärmt hat und sich fragt, was man daraus macht: Ein bisschen Olivenöl, etwas Knoblauch in der Pfanne angeröstet, dazu die Spaghetti – fertig ist Aglio e Olio. Oder ein Ei darüber aufschlagen und rühren, bis es stockt. Aufgewärmte Spaghetti müssen nicht langweilig sein.

Das klingt nach mehr Aufwand als nötig – aber wer sich einmal daran gewöhnt hat, dass zwei Minuten in der Pfanne ein deutlich besseres Ergebnis liefern als vier Minuten in der Mikrowelle, macht es meistens nicht mehr anders. Der Unterschied im Ergebnis ist wirklich spürbar.

Wer außerdem wissen will, wie sich das Verkleben beim Aufbewahren von vornherein vermeiden lässt, findet dazu Tipps im Artikel zum richtigen Aufbewahren gekochter Spaghetti.